Virtual Reality (VR)
in der Psychotherapie
Ab Januar 2026
VR-Therapie nutzt die immersive Wirkung einer VR-Brille, um realitätsnahe Situationen kontrolliert erlebbar zu machen. Dadurch können Kinder und Jugendliche angstbesetzte Szenen – etwa soziale Situationen, öffentliche Orte oder schulische Anforderungen – sicher und schrittweise üben. Die virtuellen Umgebungen lassen sich individuell anpassen, flexibel steuern und beliebig oft wiederholen, sodass ein behutsamer Anstieg des Schwierigkeitsgrads möglich ist.
Besonders hilfreich ist VR bei spezifischen Ängsten wie Höhenangst, Prüfungs- und Schulangst oder sozialen Ängsten. Auch bei Zwangssymptomen kann VR unterstützend wirken, indem alltägliche Auslösesituationen realitätsnah simuliert werden. Zudem eignen sich beruhigende VR-Welten für Entspannungs-, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen.
VR wird als ergänzendes Therapieverfahren in den S3-Leitlinien zur Behandlung von Angststörungen empfohlen und gilt als gut beforschte, wirksame Methode.
Die Anwendung ist stets in die reguläre Psychotherapie eingebettet.
In der Regel ist VR-Therapie ab etwa 12 Jahren geeignet.
Ob sie im individuellen Fall sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.

